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Viel in Bewegung

Jede Maschine ist nur so gut wie der Service. Das gilt auch für Bodenbearbeitungs­geräte, Sätechnik und Pflanzenschutzspritzen von HORSCH. Und guter Service funktioniert nur, wenn die Ersatzteilverfügbarkeit stimmt. Um Letzteres kümmert sich bei HORSCH innerhalb des Bereiches Service & Parts das Team Ersatzteilwesen.

Teamleiter ist hier Fabian Roth, den wir am Sitzenhof getroffen haben. Er arbeitet seit August letzten Jahres für HORSCH. Zuvor war er für eine Bank im Bereich Trade Finance tätig.

terraHORSCH: Herr Roth, wie geht es Ihnen mit Ihrer neuen Tätigkeit?
Fabian Roth: Der Start wurde mir bei HORSCH nicht schwer gemacht. Ich bin sehr gut aufgenommen worden. Mein erster Arbeitstag am 1. August quasi mitten in der Saison hat mir schon gezeigt, was da alles auf mich zukommt – eine vielschichtige und interessante Tätigkeit. Und das hat sich in den letzten zehn Monaten auch bestätigt.

terraHORSCH: Was sind die Aufgaben des Teams?
Fabian Roth: Unsere Aufgaben reichen von telefonischer Beratung, Händler- und Kundenbetreuung, Auftragsannahme, Auftragsabwicklung, Exportabwicklungen, Rechnungsstellungen, Transportorganisation, Nachverfolgung von Fehlteilen, Reklamationsmanagement, Ersatzteilplanung und Preiskalkulationen bis hin zu Schulungen. Unser Tagesgeschäft besteht zu einem großen Teil in der Abarbeitung der Bestellungen. Hier sind wir derzeit mit sehr vielen händischen Prozessen unterwegs. Insgesamt ist es unser Ziel, das Ersatzteilwesen weiterzuentwickeln und den geänderten Anforderungen gerecht zu werden. Wir gehören bei HORSCH zum Bereich Service & Parts und sind hier am Sitzenhof angesiedelt. Unser Ersatzteilwesen-Team besteht aus zehn Kollegen/innen. Es ist ein gesunder Mix aus jungen Mitarbeitern, die wir teils selbst ausgebildet und übernommen haben, sowie sehr erfahrenen, langjährigen Mitarbeitern.

terraHORSCH: Das ist ein sehr breites Spektrum! Gibt es da eine bestimmte Aufgabenverteilung?
Fabian Roth: Wir haben im Oktober letzten Jahres eine neue Struktur eingeführt und damit Aufgaben entsprechend neu geregelt. Grundsätzlich fahren wir einen generalistischen Ansatz, das heißt, das Tagesgeschäft übernimmt jeder. Jeder im Team hat Länder­schwer­punkte bis auf Deutschland - hier gibt es keine spezielle Zuordnung. Der Hintergrund für die fehlende Zuordnung für den deutschen Markt ist seine Größe und die Vielzahl der telefonischen Nachfragen. Die Bestellungen aus dem Ausland kommen in der Regel in gebündelter Form. Somit sind Zoll oder Transport für beide Seiten leichter zu koordinieren. Neben diesen Tätigkeiten gibt es für bestimmte Themen, wie z.B. Zoll oder Planung von Ersatzteilen, Spezialisten. Das ermöglicht es uns, auch in Zukunft flexibel zu agieren.

terraHORSCH: In welcher Jahreszeit sind Sie am meisten gefragt?
Fabian Roth: Da wir mit unserer Produktpalette Bodenbearbeitung, Sätechnik und Pflanzenschutz abdecken, haben wir das ganze Jahr Saison. Jedoch gibt es Spitzen, so z.B. im Rahmen der Winterbestellungen von November bis März und in der Saison August bis Oktober. Das betrifft aber nicht nur uns, sondern auch alle anderen Abteilungen vom Einkauf bis hin zum Warenausgang.
Bei den diesjährigen Winterbestellungen kam es in dieser Saison zu Verzögerungen bei den Warenauslieferungen. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle nochmals entschuldigen. Das hat uns aber gezeigt: Die von HORSCH geplanten Schritte mit dem Bau der Waldfabrik und der damit ebenfalls verbundenen Erweiterung der Logistik sind richtig und notwendig. Weiterhin planen wir, die Auslastung besser zu steuern, sei es über eine Veränderung der Winterbestellung oder über Sonderaktionen. Hier wollen wir aber noch nicht zu viel verraten.

terraHORSCH: Was sind Ihre größten Herausforderungen im Ersatzteilwesen?
Fabian Roth: Ganz klar die Verfügbarkeit der Teile und die schnelle Logistik. Immer das richtige Teil auf Lager zu haben bei einer immer größer werdenden Produktpalette, ist eine Herausforderung. Neben unserem Hauptlager hier am Sitzenhof haben wir in Frankreich, England, Ukraine, Russland, China, USA und Brasilien entsprechende Läger. Trotzdem gilt es hier, weiter an Verfügbarkeiten, preiswerten sowie schnellen Transportwegen zu feilen.

terraHORSCH. Sie haben die händischen Prozesse erwähnt: Gibt es davon noch viele oder läuft schon einiges digital?
Fabian Roth: Hier haben wir schon in den letzten Monaten zusammen mit unseren Prozessmanagern und der IT die Weichen gestellt. Wie es für HORSCH typisch ist, gehen wir unseren Weg mit vielen kleinen Schritten. Ich denke, einen Meilenstein haben unsere Kollegen im Service Ende letzten Jahres mit dem Service-Portal für Händler in Sachen Digitalisierung schon gelegt. Im Ersatzteilwesen sehen wir uns mit einer weiter steigenden Anzahl von Bestellungen konfrontiert. Diese gehen teilweise noch in Form von Faxen bei uns ein. Das ist natürlich auch unseren Systemen geschuldet. Es ist nicht mehr zeitgemäß, ineffektiv und birgt viele Fehlerquellen beim Übertrag in unser Warenwirtschaftssystem. Wir brauchen für die Zukunft neue Lösungen. Unsere Vorstellung ist eine direkte Verbindung mit den Warenwirtschaftssystemen unser Händler. Die Gespräche mit unseren Händlern zeigen, dass ein einfaches Handling aus „einem System“ gewünscht ist. Im Gegenzug empfangen wir Daten, die direkt in unsere Systeme übertragen werden. Somit entfällt der zeitaufwendige händische Aufwand und ein Fax ist nicht mehr nötig.