Home » Sonderausgabe Agritechnica 2025 » Tillage » #HORSCHtogether: Von der Herausforderung zur Lösung – Tiger SL

Von der Herausforderung zur Lösung – Tiger SL

#HORSCHtogether

Eine politische Entscheidung hat zwei Landwirte vor eine Herausforderung gestellt und dazu bewogen, ihre Bodenbearbeitung neu auszurichten. Harald Schauer und Wolfgang Kammerer berichten, wie der Tiger SL dabei zur Lösung wurde.

Das Innviertel in Oberösterreich gilt als klassisches Maisanbaugebiet. Niederschläge zwischen 800 und 1.200 mm pro Jahr, kleinstrukturierte Flächen und stabile Erträge prägen den Ackerbau in der Region. Wolfgang Kammerer bewirtschaftet dort einen Ackerbaubetrieb mit Schweinezucht und -mast, Harald Schauer führt einen reinen Ackerbaubetrieb mit Lohndrusch. Ihre Felder grenzen direkt aneinander – so kamen die beiden in Kontakt. 2017 entschieden sie sich dazu, Maschinen gemeinsam zu nutzen. „Wir haben die zwei Betriebe im Frühjahr und Herbst quasi zusammengelegt. Einer macht die Bodenbearbeitung, der andere die Aussaat. So sparen wir Rüstzeiten und sind schlagkräftig“, beschreibt Wolfgang Kammerer das Konzept. Beide Betriebe haben einen hohen Anteil an Körnermais von rund 50 % in der Fruchtfolge, was für die Region sehr typisch ist. Daneben werden Zuckerrüben, Mohn, Gerste, Raps, Kürbis und Soja angebaut.

Pflugalternative

Viele Jahre war der Pflug eine unverzichtbare Maschine. „Wir haben eigentlich alles gepflügt, weil wir die entsprechende Grubbertechnik nicht hatten und es immer wieder Probleme gab, Ernterückstände ordentlich einzuarbeiten – gerade bei Körnermais“, so Wolfgang Kammerer. Eine politische Vorgabe führte dann zum Umdenken. Seit 2023 gilt die Vorgabe, dass nur noch 20 % der Flächen über den Winter als Schwarzbrache liegen dürfen. Für die Maisregion im Innviertel eine echte Herausforderung. „Wir waren gezwungen, Lösungen zu finden. Den Pflug wollten wir ersetzen, aber wir brauchten einen Grubber, der mit unserem Maisstroh zurechtkommt“, sagt Harald Schauer. Die Lösung sollte eine Maschine sein, die Rückstände zuverlässig einarbeitet und zugleich auf kleinen Schlägen wendig ist.
Über ihren Händler, die Firma Wölfleder, kamen die beiden zu HORSCH und testeten dort mögliche Alternativen. „Der Tiger MT hat sehr gut funktioniert. Die gezogene Technik ist aber für unsere kleinstrukturierten Flächen weniger geeignet. Der Tiger SL im 3-Punkt hat uns direkt zugesagt“, erklärt Wolfgang Kammerer.

Kompakt und wendig

Die kompakte Bauweise des Tiger SL passte perfekt zu den Anforderungen der beiden Betriebe. „Der Grubber ist wendig – genau das brauchen wir auf unseren Flächen“, betont Harald Schauer. Auch mit den vorhandenen Schlepperleistungen von 200 bis 250 PS lässt sich die Maschine problemlos einsetzen. „Das Konzept mit dem 2-balkigen Rahmen ist sehr gut, weil das Gewicht weit vorne liegt. So können wir auch mit kleineren Traktoren ohne Probleme fahren“, ergänzt Wolfgang Kammerer.

Der Tiger wird hauptsächlich zur Grundbodenbearbeitung eingesetzt – vor allem im Körnermaisstroh oder zur tiefen Lockerung vor der Begrünung. „Wir haben auf 30, teilweise 34 cm Tiefe gearbeitet, um eine intensive Lockerung auf mindestens Pflugtiefe zu erreichen. Den Stoppelsturz machen wir mit dem Cruiser, während der Tiger mit seinen vier Balken das Stroh intensiv einmischt und so den Pflug ersetzt“, ergänzt Wolfgang Kammerer. „Aktuell haben wir die LD Schare verbaut,“ sagt Harald Schauer. „Sie mischen gut und sind relativ leichtzügig und dadurch die optimale Lösung für unsere Bodenbeschaffenheiten.“

Technik, die passt

Ein entscheidender Faktor auf dem Weg zum neuen Tiger SL war für beide die enge Zusammenarbeit zwischen Händler, Landwirt und Hersteller. „Diese Dreiecksbeziehung ist einmalig. So etwas kannten wir bisher nicht“, sagt Harald Schauer. Vertrauen schaffte auch die Praxisnähe von HORSCH: „Das Unternehmen hat massive Vorteile, weil sie eigene Flächen bewirtschaften und genau sehen, was funktioniert und was nicht“, fügt er hinzu.

Wolfgang Kammerer und Harald Schauer stellten klare Anforderungen an einen neuen Grubber: Er sollte das Maisstroh zuverlässig einarbeiten, auf kleinen Flächen wendig sein und sich mit den vorhandenen Schleppern fahren lassen. Mit dem Tiger SL haben sie genau diese Lösung gefunden – kompakt, flexibel und zuverlässig und zugleich eine Maschine, die den Pflug weitestgehend ersetzt.

Mehr zum Tiger SL