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Konstruiert für wachsende Anforderungen – Pronto 9 DC

#HORSCHtogether

Schlagkraft, Individualität und Präzision – so beschreibt Alexander Haselhoff die neue Pronto 9 DC. Seit über 20 Jahren begleitet er die Baureihe als Konstrukteur. Jetzt erhält die 9-m-Variante ein umfassendes Update.

Wenn es um robuste, präzise und schlagkräftige Sätechnik geht, steht die Pronto seit jeher für höchste Zuverlässigkeit. Alexander Haselhoff, Maschinenbauingenieur bei HORSCH, begleitet die Entwicklung der Pronto Reihe seit über 20 Jahren. Als Konstrukteur kennt er nicht nur jedes Bauteil, sondern weiß auch, welche Anforderungen Landwirte heute an moderne Technik stellen.

Update für den Klassiker

„Die erste Pronto 9 DC wurde 2006 gebaut. Über die Jahre haben wir sie immer wieder angepasst, aber irgendwann muss das gesamte Konzept überarbeitet werden, um für zukünftige Herausforderungen gewappnet zu sein, denn die Anforderungen unserer Kunden sind vielfältig. Jeder möchte eine Maschine, die speziell auf seinen Betrieb und seine Böden angepasst ist. Das bedeutet für uns in der Konstruktion: Wir müssen viele Merkmale und Ausstattungen berücksichtigen, um den Kunden diese Vielfalt zu bieten“, erklärt er. Die neue Pronto 9 DC wurde daher von Grund auf neu gedacht mit dem Ziel, mehr Anpassungsmöglichkeiten zu bieten.
Eines der auffälligsten Merkmale ist der neue 6.000-Liter-Doppeltank, der gegenüber dem Vorgängermodell größer ist und die Schlagkraft und Flächenleistung noch einmal erhöht. Er erlaubt die separate Befüllung mit Saatgut und Dünger (60:40) und spart damit nicht nur Zeit, sondern erhöht auch die Effizienz. Kombiniert werden kann die neue Pronto mit dem bewährten TurboDisc System oder den Parallelogrammscharen ParaDisc und ParaDisc Plus, die für eine gleichmäßige Ablage selbst unter wechselnden Bodenbedingungen sorgen.

Entwicklung mit Praxisfokus

„Die Kunden wünschen sich heute eine Maschine, die sich exakt an ihren Betrieb anpassen lässt, egal ob bei Scharen, Tanksystemen oder Elektronik. Diese Vielfalt zu ermöglichen und trotzdem in die gesetzlich geforderten Transportmaße zu passen, war die größte Herausforderung“, so Haselhoff. Eine Aufgabe, die gelöst werden konnte: Die neue Pronto 9 DC erfüllt diese Vorgaben mit gesetzeskonformen Transportmaßen von 3 m Breite und 4 m Höhe.
Besonders stolz ist Alexander Haselhoff auf die Integration des AutoForce Systems: „Der Eindringwiderstand der Schare wird automatisch gemessen und die Ablagetiefe je nach Bodenzustand aktiv angepasst. Das sorgt für eine konstante Tiefe auch bei wechselnden Bedingungen.“

Damit solche Lösungen in der Praxis funktionieren, braucht es durchdachte Prozesse. Daher wurde bereits bei der Konstruktion alles auf Effizienz gerichtet: Kurze Wege, ein kleines Team und direkte Abstimmungen mit den Kollegen aus Konstruktion, Elektronik- und Hydraulikabteilung ermöglichen schnelle Prozesse.
Doch erst im Feld zeigt sich, ob das Konzept auch unter Einsatzbedingungen überzeugt. Nach der Konstruktionsphase wird der erste Prototyp gebaut und auf Herz und Nieren geprüft: „Wir testen mit Schlüsselbetrieben und Versuchskunden, aber auch ich selbst fahre mit der Maschine, um direkt festzustellen, was funktioniert und was noch optimiert werden muss.“ Die Daten, die dort gesammelt werden, müssen intensiv ausgewertet und aufbereitet werden. „Das ist wichtig, damit wir für die Vorserie eine Maschine haben, die möglichst ausgereift ist,“ erklärt der Konstrukteur. Sobald die Prototypenphase abgeschlossen ist, fließen die Änderungen dann in die Serie ein.
Das Ergebnis ist eine Maschine, die für mittlere bis große Betriebe neue Maßstäbe setzt. Ob in konventioneller oder Mulchsaat – die neue Pronto 9 DC bietet deutlich mehr Schlagkraft, höhere Präzision und maximale Anpassbarkeit. Eine neue Universalsämaschine, die aus Erfahrung und intensivem Kundenkontakt entstanden ist.

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