Flexibilität im StripTill Verfahren – Focus 6.50 ST F
#HORSCHtogether
Auf der Insel Rügen, wo Landwirtschaft und Tourismus im Einklang funktionieren, setzt Felix Kremerskothen auf das flexible StripTill System des Focus 6.50 ST F. Damit reagiert er auf klimatische Herausforderungen, schont den Boden und spart Wasser.
„Direktsaat, wenn möglich – StripTill, wenn nötig.“ Mit diesem Prinzip hat Felix Kremerskothen seinen Betrieb auf der Insel Rügen neu ausgerichtet. Seit 2018 bewirtschaftet der Landwirt 850 Hektar im StripTill- und Direktsaatverfahren – ein Umstellungsprozess, der Schritt für Schritt erfolgte. „Wir haben uns langsam über StripTill herangetastet, dann einzelne Flächen in Direktsaat übernommen. Unser Ziel war, den Boden so wenig wie möglich anzufassen“, erklärt er. Im Mittelpunkt stehen der Schutz der Bodenstruktur, ein effektives Wassermanagement und die Förderung des Bodenlebens.
Mit dem Focus 6.50 ST F hat der Betrieb eine Lösung gefunden, die genau diese Anforderungen erfüllt. Das StripTill-System vereint drei zentrale Arbeitsschritte in einem: tiefe Bodenlockerung, präzise Düngerablage und exakte Aussaat. Dabei wird ausschließlich in der Saatreihe gearbeitet. Das reduziert Bodeneingriffe und spart Wasser.

Der Focus ist mit vorlaufenden Schneidscheiben ausgestattet. Jede davon ist mit zwei Räumscheiben kombiniert, die das aufliegende organische Material zuverlässig räumen. Danach wird der Boden durch das TerraGrip Zinkenfeld gelockert und der Dünger abgelegt – entweder vollständig in den gelockerten Wurzelraum oder in einer 50:50-Teilung sowohl tief als auch direkt auf den Oberboden. Im Anschluss wird der Boden mittels eines Schließelements, das aus zwei Häufelscheiben und einer Gitterrolle besteht, wieder verschlossen. Der Reifenpacker läuft direkt auf der gelockerten Reihe, wodurch eine perfekte Rückverfestigung des zuvor gelockerten Bereichs erfolgt.
3-Punkt-Anbau für individuelle Anpassung
Mit dem 3-Punkt-Anbau bietet der Focus ST F die nötige Flexibilität, um auf betriebliche und standortbedingte Anforderungen reagieren zu können. Auf dem Betrieb von Felix Kremerskothen werden verschiedene Kulturen angebaut: Getreide, Raps, Mais, Zuckerrüben, aber auch Ackerbohnen und Lupinen. Die passende Sätechnik lässt sich je nach Bedarf direkt anbauen: Für die Aussaat von Leguminosen nutzt der Betrieb eine Avatar SL Säschiene, die sich für Direktsaat und Mulchsaat gleichermaßen eignet, wodurch der StripTill- und Low-Disturbance-Gedanke perfekt vereint wird. Bei Mais oder Zuckerrüben kann beispielsweise eine Maestro RV/RX Säschiene angebaut werden. Die Maschine erlaubt damit nicht nur die Wahl des Aussaatverfahrens, sondern auch des Reihenabstands: 50 cm für Raps, Mais oder Rüben, 25 cm für Getreide und Ackerbohnen. Dieser Reihenabstand lässt sich unter anderem über das klassische TurboDisc III Schar, das ParaDisc Schar, die Zinkenschare TurboEdge oder WideEdge und die Avatar SL realisieren. „Der Focus ist flexibel einsetzbar – das ist der Grund, warum wir uns für die Maschine entschieden haben“, so der Landwirt.

Auf Rügen stellt das Klima besondere Anforderungen an den Ackerbau: Die Vegetation beginnt spät, während es im Frühsommer oft an Niederschlägen fehlt. Für Felix Kremerskothen bedeutet das: Kurze Zeitfenster und eine breite Fruchtfolge erfordern flexible, zuverlässige Technik. Der Focus 6.50 ST F erlaubt ihm eine präzise Anpassung an Standort, Kultur und Saatzeitpunkt – unabhängig von Wetter oder Bodenbedingungen. Gleichzeitig spart die kombinierte Arbeitsweise Überfahrten und reduziert Betriebskosten. „Wir stärken den Boden, sparen Wasser und schaffen durch die gezielte Bearbeitung bessere Bedingungen für stabile Bestände.“