Alles in einer Überfahrt – Maestro 16 SX mit CLT System
#HORSCHtogether
Mit dem CLT System kombiniert die Maestro 16 SX Flüssig- und Festdüngung in einem Arbeitsgang. Betriebsleiter Ruslan Krymskyj zeigt, warum diese Technik gerade unter schwierigen Bedingungen ein Erfolgsfaktor ist.
„Dürre, Frost und kurze Zeitfenster bei der Bodenbearbeitung – das sind unsere großen Herausforderungen. Aber wir müssen trotzdem säen“, sagt Ruslan Krymskyj. Sein Vater gründete den Betrieb Kolos im Jahr 1993. Heute bewirtschaftet er mehr als 4.000 ha mit Sonnenblumen, Mais, Raps, Zuckerrüben, Gerste und Sonderkulturen. Für den Betriebsleiter aus Polonne in der Westukraine zählt deshalb jede Überfahrt.
Seit vielen Jahren setzt der Betrieb auf HORSCH Technik. Auch bei der Suche nach einer Sämaschine, die mehrere Applikationen in einem Arbeitsgang vereint, entdeckte Ruslan Krymskyj die passende Lösung. „Wir waren im Werk, und ich habe die HORSCH Maestro 16 SX gesehen – sie hat mir sofort gefallen. Mir war wichtig, eine Sämaschine zu finden, die den Festdünger pneumatisch präzise ablegt und gleichzeitig Mikrogranulat und Flüssigdünger ausbringen kann.“ Entscheidend war auch die einfache Handhabung: „Einmal befüllt – und dann kann es losgehen.“
Entscheidung für das CLT System
Das Compact Liquid Tank (CLT) System erweitert die Maestro 16 SX, die standardmäßig mit einem zentralen Festdünger- und Saatguttank ausgestattet ist, um einen 800 l großen Flüssigdüngertank. Wahlweise kann auch ein zweiter 800-l-Tank angebracht werden, um auf insgesamt 1.600 l Kapazität für Flüssigkeiten zu kommen. Eine Kolbenmembranpumpe sorgt für präzise Dosierung zwischen 20 und 100 l pro Hektar – angepasst an Fahrgeschwindigkeit, Arbeitsbreite und Düseneinstellung.

Der Flüssigdünger kann wahlweise direkt in die Saatrille vor oder hinter der Fangrolle ausgebracht werden. Diese Flexibilität ist besonders bei wechselnden Bedingungen oder anhaltender Trockenheit von Vorteil. „Flüssigdünger wirkt heute schnell beim Start der Pflanzen. Er wird sehr gut aufgenommen und fördert das Wachstum“, so Ruslan Krymskyj. „Mit der neuen Maestro können wir Flüssigdünger, Mikrogranulat und Mineraldünger exakt und gleichzeitig ausbringen – so erhält jede Pflanze direkt zum Start die optimalen Nährstoffe.“
Praxiserfahrungen im ersten Jahr
Im Frühjahr kam die Maschine erstmals zum Einsatz. „Wir haben in diesem Jahr damit bereits 1.200 ha Mais und 400 ha Sonnenblumen ausgesät und waren mit der Gleichmäßigkeit des Feldaufgangs und der schnellen Aussaat sehr zufrieden“, sagt Ruslan Krymskyj und blickt über die gleichmäßig aufgelaufenen Maisreihen hinter ihm.
Die Überdruckvereinzelung AirSpeed, die automatische Schardruckregelung AutoForce und die Einzelreihen-Durchflussüberwachung sorgten dabei für maximale Kontrolle und Präzision, auch bei höheren Fahrgeschwindigkeiten.
Besonders beeindruckt zeigt sich der Betriebsleiter von der Wirkung auf die Bestände: „Die Pflanze kann sofort Nährstoffe aus dem Flüssigdünger und dem Mikrogranulat aufnehmen – das bringt bessere Erträge. Und das ist ein guter Gewinn.“
Durch die Kombination aller Schritte in einem Arbeitsgang werden zudem Überfahrten reduziert, die Bodenstruktur geschont und Betriebsmittel effizient eingesetzt.

Blick nach vorn
Nach dem erfolgreichen Start soll die Maestro 16 SX mit CLT System auch bei der Rapssaat im August eingesetzt werden. Für die Zukunft plant der Betrieb, die Technik auch bei weiteren Kulturen einzusetzen und damit die Anbaustrategie weiterzuentwickeln. Damit setzt der Betrieb Kolos ein Zeichen für die Modernisierung der ukrainischen Landwirtschaft – und macht deutlich, welchen Unterschied moderne Technik im Alltag leisten kann. Ruslan Krymskyj ist überzeugt: „Heute kann man im Wettbewerb nur mit hochmoderner Technik bestehen.“