Schar im Härtetest – Scharspitze HM+
#HORSCHtogether
Verschleißteile müssen im Alltag extremen Belastungen standhalten. Kai Haufe von der Agrargesellschaft Hirschberg berichtet, wie die neue Scharspitze HM+ unter realen Bedingungen getestet wurde – und welche Vorteile sie in Sachen Haltbarkeit und Effizienz bietet.
Steinige Böden, zerklüftete Flächen, kupierte Landschaft – für die Agrargesellschaft Hirschberg in Thüringen ist das Alltag. „Wir haben schwierige Bedingungen. Durch die vielen Steine und die Bodenbeschaffenheit stoßen Schare hier schnell an ihre Grenzen“, sagt der Technische Leiter Kai Haufe. Der Betrieb bewirtschaftet rund 1.400 ha Ackerland und 300 ha Grünland. Kai Haufe arbeitet seit 1988 in Hirschberg, seit 2014 leitet er dort die Techniksparte.
Als HORSCH Testbetrieb ist Hirschberg regelmäßig in die Weiterentwicklung von Verschleißteilen eingebunden. „Mitarbeiter von HORSCH montieren die Scharspitzen an unseren Grubbern oder geben uns einen detaillierten Plan, welche Spitzen wo montiert werden sollen. Ein Kollege dokumentiert die Hektarleistung, danach reicht ein kurzer Anruf und die Spitzen werden wieder abgeholt.“, erklärt Kai. Die verschlissenen Teile werden ausgewertet, die Ergebnisse fließen direkt zurück in die Entwicklung. „Die Zusammenarbeit mit HORSCH ist unkompliziert. Ein Anruf genügt und alles läuft. Diese kurzen Wege und der direkte Kontakt gefallen uns sehr gut.“
Erfahrungen mit der HM+ Scharspitze
Hirschberg hat bereits mehrere Evolutionsstufen der HM Schare in der Praxis getestet, so auch die neue HM+ Scharspitze. Im Test zeigte sich die neue Generation besonders standfest. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass das HM+ Schar die höchste Hektarleistung bringt. Andere Schare mussten wir schon deutlich früher wechseln, während das HM+ bei uns bedeutend länger durchhält”, berichtet Kai Haufe.

Die Praxisversuche zeigten auch Unterschiede zu früheren Generationen. Während es bei vorherigen Scharvarianten noch zu Auswaschungen oder Brüchen kommen konnte, ist der Verschleiß heute gleichmäßiger und die Haltbarkeit deutlich höher. Die Vorteile für den Alltag sind für ihn klar: „Weniger Verschleiß heißt weniger Arbeit und mehr Einsatzsicherheit. So können wir unsere Flächen zuverlässig bearbeiten.“
Das HM+ baut auf einem verstärkten Grundkörper auf, der mit mehreren Reihen Hartmetallplättchen aus Wolfram-Kobalt geschützt ist. Besonders beanspruchte Stellen, vor allem die Vorderkante, sind gezielt verstärkt. Neu hinzugekommen ist eine dritte Reihe, die den Verschleiß im mittleren Teil des Scharkörpers nochmal deutlich reduziert. Für Betriebe bedeutet das: längere Standzeiten, weniger Wechselaufwand und eine konstante Arbeitstiefe – auch bei hoher Hektarleistung und unter schwierigen Bedingungen.
Aus der Praxis weitergedacht
HORSCH setzt bei der Weiterentwicklung stark auf Praxiserfahrungen. Testbetriebe wie Hirschberg spielen dabei eine Schlüsselrolle. „Wir testen nicht nur eine Variante, sondern verschiedene Schare. Am Ende zeigt sich, welches Modell für unsere Bedingungen am besten passt“, sagt Kai Haufe.

Dabei ist Hirschberg Teil eines größeren Netzwerks: In ganz Europa werden Schare unter unterschiedlichsten Bedingungen getestet. Mal dominieren Steine und Trockenheit, mal schwere Tonböden oder sandige Flächen. Alle verschlissenen Schare werden zurückgeholt, verglichen und analysiert. Die Verschleißbilder liefern wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung. Simulationen und Fertigungsoptimierungen ergänzen diese Praxisergebnisse. So fließen Erfahrungen aus vielen Regionen zusammen, bis ein neues Schar marktreif ist.
Für Kai Haufe ist genau dieser Prozess entscheidend: „Wir sehen direkt, dass unsere Rückmeldungen aufgenommen werden. Von einer Schargeneration zur nächsten ist die Haltbarkeit gestiegen – und das macht unsere Arbeit einfacher.“