Willkommen
Liebe Leserinnen, liebe Leser
Die erste Hälfte des Jahres 2026 ist geprägt von Kriegen, Zöllen und geopolitischen Spannungen, hohen Dünger- und Maschinenkosten und niedrigen Getreidepreisen. Das alles beeinflusst unsere Märkte und damit auch unser tägliches Geschäft. Wenn Unsicherheit zum Dauerzustand wird, entsteht schnell eine negative Zukunftserwartung – und die wirkt stärker, als wir oft wahrhaben wollen: Sie prägt Entscheidungen, bremst Investitionen und verändert den Blick auf das, was möglich ist.
Die Frage ist daher immer wieder: Lassen wir uns davon herunterziehen – oder schaffen wir es, bewusst auch die positiven Seiten zu sehen und aktiv zu gestalten? Denn Zuversicht ist keine Naivität. Sie ist eine Haltung, die Handlungsspielräume eröffnet.
Und es gibt gute Gründe, nach vorne zu schauen. Technologische Entwicklung ist kein Selbstzweck – sie wird dort wertvoll, wo sie Betrieben konkret hilft: wenn Zeitfenster enger werden, wenn Wetterextreme zunehmen, wenn Flächen und Betriebe wachsen, wenn Arbeitskräfte fehlen und wenn Entscheidungen schneller und präziser getroffen werden müssen. Genau hier entstehen neue Möglichkeiten.
Auch politisch und regulatorisch bewegt sich etwas: Die neue EU-Regelung zu NGT-Pflanzen eröffnet Perspektiven in der Züchtung – mit dem Potenzial, Sorten robuster, effizienter und anpassungsfähiger zu machen. Das wird den Klimawandel nicht aufhalten, aber es kann helfen, besser mit seinen Folgen umzugehen: stabilere Erträge, bessere Resilienz gegenüber Stresssituationen und neue Optionen für Fruchtfolgen und Anbausysteme.
Mit dieser Ausgabe möchten wir Sie einladen, in genau diese Welt einzutauchen.
Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre und vor allem eine gute, unfallfreie Ernte!
Herzliche Grüße
Ihre
Cornelia Horsch