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Zonna: Zwischen Sonderkulturen und zuverlässiger Technik

Vom kleinen Warenhaus zum spezialisierten Land­technik­partner: Das Familien­unternehmen Zonna arbeitet seit dem Jahr 2016 mit HORSCH zusammen – besonders im Pflanzen­schutz treffen die technischen Stärken von Leeb genau die Anforde­rungen vieler nieder­ländischer Betriebe.

Das Familien­unternehmen Zonna mit Ursprung in Beilen gehört in den Niederlanden seit vielen Jahren zu den bekannten Namen im Land­technik­handel. Dabei begann die Geschichte ursprünglich ganz anders. In den 1930er Jahren eröffnete Jan Hepping ein Warenhaus. „Dort konnte man Töpfe, Pfannen und weitere Haus­halts­artikel kaufen“, erzählt Jan Hepping, Enkel des Gründers. Gemeinsam mit seinem Bruder Gerben führt er das Unternehmen heute in dritter Generation.
Erst nach dem Zweiten Welt­krieg entwickelte sich der Betrieb Schritt für Schritt in Richtung Land­technik. Mit der zunehmenden Mechani­sierung der Landwirt­schaft veränderten sich auch die Anforde­rungen der Landwirte und damit das Sortiment von Zonna. Aus dem Waren­haus wurde nach und nach ein speziali­sierter Land­maschinen­händler. Mitte der 1950er Jahre begann die Zusammen­arbeit mit Her­stellern wie Grimme und Strautmann, später kamen weitere Marken hinzu.

Bis heute verfolgt Zonna dabei bewusst einen klaren Kurs. „Wir haben ein einge­schränktes Portfolio an Her­stellern, damit wir Spezialist bleiben. Wir wollen kein Warenhaus sein“, sagt Hepping. Dieser Gedanke prägt das Unternehmen bis heute. Statt möglichst viele Marken zu vertreiben, setzt Zonna auf intensive Betreuung, technisches Know-how und lang­fristige Kunden­beziehungen. Mittler­weile arbeiten rund 35 Mitarbeiter an den Standorten in Beilen und Boekel. Viele Kunden sind dem Unternehmen seit Jahr­zehnten treu. „Oft hat schon mein Vater die Maschinen an den Vater des heutigen Kunden verkauft – und heute verkaufen wir an die nächste Generation“, beschreibt Jan Hepping.

Besondere Anforderungen

Diese langjährigen Partner­schaften sind gerade bei den land­wirtschaft­lichen Strukturen in den Niederlanden von Vorteil. Gleich­zeitig entsteht dadurch über viele Jahre hinweg ein tiefes Verständnis für die Anforde­rungen der Betriebe und die Besonder­heiten, denn der Markt ist in vielen Bereichen speziell. Kartoffeln, Zwiebeln, Saat­gut­vermehrung oder Blumen­zwiebeln werden in großer Menge für interna­tionale Märkte produziert. Das sorgt zwar für hohe Erlöse, stellt die Betriebe aber gleich­zeitig vor große Heraus­forderungen. „Mit Getreide verdienst du hier nichts“, sagt Jan Hepping offen. Die hohen Boden- und Pacht­preise lassen vielen keine andere Wahl, als auf Kulturen mit hoher Wert­schöpfung zu setzen.
Entsprechend intensiv wird gearbeitet. Besonders im Pflanzen­schutz entstehen dadurch enge Zeit­fenster mit entsprechenden Anforde­rungen an die Technik. Gleich­zeitig sorgen das Wetter und gesetzliche Vorgaben dafür, dass die Maschinen äußerst präzise arbeiten müssen. Wasser­gräben und Kanäle prägen vielerorts die Landschaft.
Die richtige Pflanzen­schutz­technik ist deshalb von zentraler Bedeutung. Die Maschinen müssen zuverlässig arbeiten und hohe Flächen­leistungen schaffen – oft unter schwierigen Bedingungen. „Wenn die Spritze steht, dann hat der Betrieb ein richtiges Problem“, beschreibt Jan Hepping die Situation.

Beginn der Zusammenarbeit mit HORSCH

Daher stand zu Beginn der Zusammen­arbeit zwischen HORSCH und Zonna im Jahr 2016 besonders der Bereich Pflanzen­schutz im Mittelpunkt. HORSCH war damals auf der Suche nach einem verlässlichen Partner in den Niederlanden. Die Leeb Technik traf genau die Anforde­rungen vieler Betriebe.

Besonders die Gestänge­führung überzeugte die Kunden – und auch Jan Hepping selbst. Bei einem Einsatz auf einem Tulpen­betrieb konnte er die Technik erstmals unter schwierigen Bedingungen erleben. „Da war nahezu keine Abdrift zu sehen. Das kenne ich sonst von keinem anderen Hersteller“, erinnert er sich. Großen Anklang finden dabei bis heute die gezogenen Leeb Pflanzen­schutz­spritzen sowie zunehmend auch die Selbstfahrer.
Auch zehn Jahre später entfällt der größte Teil des gemeinsamen Geschäfts auf den Pflanzen­schutz. Gleich­zeitig öffnete die Technik auch die Tür für weitere Produkt­bereiche. „Kunden, die von der Spritze überzeugt sind, sind danach oft auch offener für andere Maschinen“, erklärt der Geschäfts­führer. Inzwischen spielen deshalb auch Maschinen aus den Bereichen Boden­bearbeitung und Aussaat eine zunehmend größere Rolle.

Technik für enge Zeitfenster

Durch den Gemüse- und Sonder­kultur­anbau sind die Anforde­rungen an die Pflanzen­schutz­technik groß. Präzision, Flexibilität und eine hohe Zuver­lässig­keit sind dabei unerlässlich, ebenso wie hohe Flächen­leistungen. Als die Partner­schaft mit HORSCH vor zehn Jahren begann, endete das Angebot bei 42 m Arbeits­breite. „Wir haben damals gesagt: Wenn wir hier erfolg­reich sein wollen, müssen wir breiter werden“, erinnert sich Jan Hepping. Heute sind Arbeits­breiten von 45, 48 oder 51 m in einigen Regionen längst üblich. Auch die variable Spur wurde für viele Betriebe zunehmend wichtiger. Unterschied­liche Kulturen erfordern flexible Maschinen­konzepte. „Spurweite und Gestänge­breite – das waren schon wichtige Entwicklungen für unseren Markt“, sagt Hepping. Diese Erweiterungen im Portfolio hätten in vielen Gesprächen den entscheidenden Unterschied gemacht.

Gleichzeitig werden bei Zonna viele Maschinen individuell für die Anforde­rungen der Kunden optimiert. „Kaum eine Spritze geht hier vom Hof, die nicht noch einmal angepasst wird“, erzählt Hepping. Zusatz­tanks, spezielle Bereifung oder technische Verände­rungen gehören für viele Betriebe inzwischen zum Alltag.
Dieses Feedback und die Anforde­rungen aus der Praxis werden direkt an HORSCH weiter­gegeben – beide Unternehmen schreiben sich möglichst individuali­sierte Lösungen auf die Fahne. So entstehen gemeinsam Lösungen, die genau auf die Bedürfnisse der Betriebe zugeschnitten sind. „In unserem Markt ist das oft entscheidend“, so Jan Hepping.

Service als Grundlage

Mindestens genauso wichtig wie die Technik selbst ist für Zonna der Service­gedanke. Gerade in engen Zeit­fenstern müssen Maschinen zuverlässig laufen. „Service und Ersatz­teil­versorgung sind das A und O“, sagt Jan Hepping. „Sonst funktioniert das nicht.“
Durch die Speziali­sierung von Zonna verfügen die Service­mitarbeiter über entsprechende Erfahrung. Viele Probleme können dadurch schnell eingeordnet und teil­weise bereits telefonisch gelöst werden – ein echter Vorteil, wenn die Zeit drängt.
Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern auch um Vertrauen. Viele Betriebe arbeiten seit Jahr­zehnten mit Zonna zusammen, manche bereits über Generationen hinweg. Gerade in speziali­sierten Bereichen wie Kartoffeln, Blumen­zwiebeln oder Saatgut sind Verlässlich­keit und feste Ansprech­partner besonders wichtig. „Die Kunden müssen wissen, dass jemand da ist, wenn etwas ist“, beschreibt er den Anspruch des Unternehmens.

Blick nach vorne

Auch in Zukunft erwartet Jan Hepping Veränderungen in der Landwirt­schaft. Die Betriebe wachsen weiter, gleich­zeitig wird es schwieriger, Fach­kräfte zu finden. Entsprechend steigen die Anforde­rungen an die Technik. Maschinen müssen mehr leisten und gleich­zeitig möglichst effizient arbeiten. Vor allem im Pflanzen­schutz beschäftigen die Betriebe zunehmend Themen wie Teil­flächen­applikation, SpotSpraying oder eine gezieltere und reduziertere Ausbringung von Pflanzen­schutz­mitteln.
Dazu soll auch der neue Standort in Beilen beitragen. Der bisherige Stamm­sitz liegt historisch bedingt mitten in der Stadt. Was früher für ein Waren­haus ideal war, stößt mittler­weile an seine Grenzen. Bereits heute nutzt Zonna deshalb ein zusätzliches Lager außerhalb des Orts­kerns, an dem Maschinen aufgebaut und gewartet werden. Dort soll nun auch der neue Standort mit mehr Platz für Werkstatt, Lager und Service entstehen.
An der grund­sätzlichen Ausrichtung wird sich jedoch nichts ändern, so Jan Hepping. Zonna will auch künftig nah an den Betrieben bleiben. Viele Anforde­rungen entstehen direkt in der Praxis. Entsprechend wichtig bleibt auch in Zukunft der enge Austausch mit den Kunden.