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Erfolgreich säen – für Boden, Effizienz und die nächste Generation

Nur eine Stunde südöstlich von Calgary, im Getreide­gürtel von Alberta (Kanada), gilt Norton Farms als Vorbild für Innovation und Anpassungs­fähigkeit. Vor 15 Jahren gründete Ty Norton den 3.000-ha-Betrieb (7.500 Acres) und baut auf schweren Lehm- und Sand­böden Gerste, Hart­weizen und Raps an. Bei einer durch­schnitt­lichen jährlichen Nieder­schlags­menge von nur ca. 130 mm (ca. 5 Zoll) sind Effizienz und Boden­gesundheit die Ausgangs­basis für jede Entscheidung auf dem Betrieb.

„Als ich anfing, war das Geld knapp“, erinnert sich Norton. „Für Dünger blieb nicht viel übrig, also musste ich kreativ werden.“ Diese Kreativität hat sich seitdem zu einer Philosophie entwickelt, die Biologie, Technologie und Praktika­bilität in Einklang bringt. Tat­kräftig unterstützt wird er dabei von HORSCH Maschinen, die seine Ideen in die Praxis umsetzen.

Boden an erster Stelle

Für Norton ist die Boden­gesund­heit der Grund­stein für lang­fristige Renta­bilität. Zu Beginn seiner Karriere zwangen ihn begrenzte Ressourcen dazu, umzu­denken. Anstatt auf teure minera­lische Dünge­mittel zurück­zugreifen, baute er eine eigene Anlage zur Nähr­stoff­mischung, um die natürliche Boden­biologie anzuregen. Heute arbeitet Norton Farms ausschließ­lich mit Kompost­extrakten, Fisch­hydrolysat und Humin­säure. „Es geht darum, mit dem Boden zu arbeiten, nicht gegen ihn“, sagt er. „Sobald man anfängt, die Mikro­organismen zu füttern, ergibt sich alles andere von selbst.“

Um die Struktur und Feuchtig­keit zu erhalten, arbeitet Norton mit Direkt­saat. Aber trotz dieser Bemühungen ist die Durch­wurzelung durch eine etwa 15 cm (6 Zoll) dicke, verdichtete Schicht einge­schränkt. Sein nächster Schritt ist der Einsatz eines HORSCH Tiger MT, um die Verdichtung aufzu­brechen und gleich­zeitig biologische Produkte einzu­bringen, um den Boden wieder zu beleben. „Die Wurzeln wuchsen dieses Jahr seitwärts, trotz 300 mm (12 Zoll) Nieder­schlag“, erklärt er. „Wir haben Ertrags­potenzial verloren, aber gezielte Boden­bearbeitung und die Boden­biologie werden das wieder ausgleichen.“

Intelligente Frucht­folgen

Nortons vierjährige Frucht­folge aus Gerste, Raps, Hartweizen und wieder Gerste konzentriert sich auf den Kohlen­stoff­aufbau im Boden und die lang­fristige Frucht­barkeit. Zwar beeinflussen die Märkte seine Auswahl der Anbau­kulturen, doch die Boden­gesund­heit hat weiterhin oberste Priorität. Er experimentierte mit Erbsen und Linsen, stellte den Anbau jedoch aufgrund von Feuchtigkeits­verlust und Unkraut­druck, insbesondere durch die Besen-Radmelde, wieder ein. „Nach dem Anbau von Hülsen­früchten war der Boden so trocken, dass nicht einmal die Schnee­schmelze Abhilfe brachte“, sagt er. Dank einer verbesserten Rück­stands­bewirt­schaftung mit seinen neueren HORSCH Maschinen könnte es jedoch bald wieder möglich sein, Hülsen­früchte anzubauen, um die Vielfalt zu erhöhen und dem System wieder Stick­stoff zuzuführen.

Kampf gegen die Besen-Radmelde

Die Unkrautbekämpfung, insbesondere die der Roundup-resistenten Besen-Radmelde, stellt Landwirte im Süden Albertas seit Langem vor eine Heraus­forderung. Nortons Umstieg auf eine HORSCH Leeb Spritze veränderte seine Betriebs­ergebnisse völlig. Seine alte Spritze, ein Modell von Case, hatte Schwierig­keiten, mit einer Gestänge­höhe von 76 cm (30 Zoll) eine gleich­mäßige Benetzung zu gewähr­leisten. Die Leeb VL hingegen arbeitet mit einer konstanten Gestänge­höhe von 45 cm (18 Zoll) und hält diesen Abstand auch bei starkem Wind präzise ein. „Ich hatte noch nie eine so hohe Abtötungs­rate“, sagt Norton. „Wir haben jetzt sogar die Besen-Radmelde im Griff.“

Das Rezirkulationssystem, das Reinigungs­spül­system und die integrierte Luft­spülung der Leeb Spritze verhindern ein Verstopfen der Düsen, sodass sie zwischen den Wartungs­intervallen 240 bis 280 ha (600 bis 700 Acres) spritzen kann, verglichen mit nur 32 ha (80 Acres) mit seinem alten Spritz­gerät. Schnellere Befüll­zeiten und automatisches Spülen bedeuten weniger Ausfall­zeiten und weniger chemischen Abfall, was die Effizienz und Sicherheit insgesamt verbessert.

Effizienz neu definiert mit HORSCH

Die Schlüssel­maschinen des Betriebes von Ty Norton sind zwei HORSCH Maschinen: die Sämaschine Avatar 60 MD und die Spritze Leeb 6.300 VL, zu denen sich im Frühjahr 2026 noch eine Leeb 8.460 VL (48 m (ca. 160 Fuß), 8.000 l (2.100 Gallonen)) gesellen wird. Die Avatar hat den Aussaat­prozess des Betriebes komplett verändert. „Wir haben 3.000 ha (7.500 Acres) in nur 14 Tagen ausgesät, durch­schnitt­lich 128 ha (52 Acres) pro Stunde“, sagt Norton. Das Einscheiben­design, der einstell­bare Anpress­druck und die Druck­rollen der Maschine sorgen für eine präzise Saatgut­ablage in allen Bedingungen, von nassem Lehm bis zu leichtem Sand. Mit einer Transport­breite von 4,5 m (15 Fuß) und einem geringen Leistungs­bedarf ist sie nicht nur praktisch, sondern auch sicher – sogar für seine Kinder. „Sie ist so einfach zu bedienen, dass sogar mein 15-jähriger Sohn damit zurecht­kommt“, lacht er.
Unterdessen beeindruckt die Leeb VL auch auf dem hügeligen Gelände der Farm. „Sie passt sich perfekt an den Boden an“, sagt Ty Norton. „Das Gestänge meiner alten Spritze war auf Hügeln manchmal 4 m (13 Fuß) über dem Boden, die Hälfte des Spritz­mittels wurde verschwendet.“ Dank gut zugänglicher Wartungs­punkte und einer robusten Konstruktion ist die Wartung einfach. „HORSCH liefert Technik auf aller­höchstem Niveau“, fügt er hinzu. „Die Qualität ist unglaublich, nichts scheuert durch, die Verkabelung ist sauber und die Maschinen sind auf Lang­lebig­keit ausgelegt.“

Effizienz, die sich lohnt

Die Effizienz­steigerungen durch die Geräte von HORSCH waren bahn­brechend für den Betrieb. Die Kosten für die Avatar betragen etwa die Hälfte der Kosten für konkurrierende Sämaschinen, dabei arbeitet sie 70 % schneller und senkt damit die Kraftstoff- und Arbeits­kosten drastisch. Dank des größeren Tanks und der höheren Spritz­geschwindig­keit der Leeb Spritze konnte Norton sein Leistungs­angebot auf Spritz­arbeiten für benach­barte Betriebe ausweiten und sich so eine weitere Einnahme­quelle erschließen. Das kompakte Design der Avatar ermöglichte es ihm sogar, neue Flächen in 25 km (16 Meilen) Entfernung zu kaufen, was er mit sperrigeren Geräten niemals versucht hätte. „Die Transport­breite und die Lang­lebig­keit machen die Entscheidung wirklich leicht“, sagt er. „Diese Sämaschine ist für echte Landwirte gebaut.“

Beide Maschinen sind so benutzer­freundlich, dass auch weniger erfahrene Mitarbeiter und sogar seine sechs Kinder in den täglichen Betrieb einbezogen werden können. „Die Kalibrierung ist fast zu einfach“, scherzt Norton. „Man hebt die Maschine aus, lässt sie in den Boden ab und los geht's.“

Balance zwischen Rentabilität und Nach­haltigkeit

Mit Blick auf die Zukunft konzentriert sich Norton auf Kohlen­stoff­management und biologische Aktivierung. „Alle sagen, dass zu viel Kohlen­stoff in der Atmosphäre ist, aber ich brauche mehr davon in meinem Boden“, sagt er. Er plant, die Minimal­boden­bearbeitung beizu­behalten, um organische Substanzen zu aktivieren, und setzt dabei weiterhin auf biologische Systeme und die Technik von HORSCH. „Ich nutze nicht immer alle Funktionen“, gibt er zu. „Aber die Flexibilität macht sie so wertvoll. Es ist eine Technik, in die ich hinein­wachsen kann.“
Für Norton ist Nachhaltig­keit kein Schlag­wort, sondern bedeutet, profitabel zu bleiben und gleich­zeitig den Boden zu verbessern. „Ohne Rentabilität kann man nicht nachhaltig sein“, betont er. „Alles, was wir tun, muss agronomisch und wirtschaftlich sinnvoll sein.“

Der menschliche Faktor: Unterstützung von HORSCH

Neben der Leistung der Maschine hebt Norton den unübertroffenen Service und Support von HORSCH hervor. „Das Team ist immer telefonisch erreichbar“, sagt er. „Die Mitarbeiter packen mit an und scheuen sich nicht, sich die Hände schmutzig zu machen, um ein Problem zu lösen. Ich bekomme immer Hilfe, wenn ich sie brauche. Das gibt es bei anderen Herstellern einfach nicht.“ Diese Erreich­barkeit und Partnerschaft haben lang­fristiges Vertrauen geschaffen. „Wenn man bei HORSCH kauft, bekommt man nicht nur eine Maschine, man wird Teil eines Teams“, fügt er hinzu.

Eine Vision für die Zukunft

Da sich die Landwirtschaft unter dem Druck des Klima­wandels und der Nachhaltig­keit weiter­entwickelt, gehört laut Norton die Zukunft den Landwirten, die innovativ sind, ohne dabei die Praxis­tauglich­keit aus den Augen zu verlieren. „HORSCH passt perfekt zu dieser Philosophie“, sagt er. „Die Maschinen sind auf Effizienz, Präzision und Einfachheit ausgelegt. Ich brauche keine auffällige Technik, sondern Geräte, die leistungs­stark und lang­lebig sind.“
Für ihn ist jeder Hektar, der gesät wird, jede Überfahrt mit der Spritze und jedes biologische Mittel eine Investition in seinen Boden und die Zukunft seiner Familie. „HORSCH ist ein wichtiger Teil dieser Zukunft“, sagt er. „Es geht darum, etwas zu schaffen, das Bestand hat: Maschinen, Böden und ein Vermächtnis für die nächste Generation.“

Was lernen wir daraus?

Die Geschichte von Ty Norton macht deutlich, dass Fortschritt in der Landwirt­schaft nicht immer dadurch erzielt wird, dass man mehr macht, sondern dass man Dinge verbessert. Sein Erfolg basiert auf einer Kombination aus Neugier, klugem Wirtschaften und tiefem Respekt vor Klima und Boden. „Sehen Sie sich eine HORSCH Maschine selbst an“, rät er anderen Landwirten. „Achten Sie auf die Technik, den Stahl und die Wartungs­punkte. Sie werden den Unterschied erkennen. Und hören Sie nie auf zu experimen­tieren, denn Rentabilität beginnt mit Innovation.“
Mit HORSCH an seiner Seite baut Norton Farms nicht nur Getreide an, sondern fördert auch die Zukunft einer nachhaltigen, effizienten Landwirtschaft.