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Der Markt braucht Spezialisten

AgroSznajder WKP ist der größte Land­maschinen­händler in Polen. Das Unternehmen bietet Dienst­leistungen auf höchstem Niveau. Als Partner kommen daher nur Hersteller in Frage, deren Fokus komplett auf den Anforderungen der Landwirte liegt.

„Unter dem Namen Agroma Olsztyn Grupa Sznajder betrieben wir bereits eine Reihe von Geschäften für Ersatzteile und technisches Zubehör. Vor mehr als 15 Jahren stiegen wir dann in den Land­maschinen­vertrieb ein“, erzählt Geschäfts­führer Robert Kukuła, einer der Gründer des Unternehmens. „Da wir früher jedoch recht viele Marken im Angebot hatten, konnten unsere Verkaufs­berater, vor allem aber die Service­techniker, ihre Dienst­leistungen nicht auf einem entsprechend hohen Niveau anbieten, wie wir es uns vorstellen. Ihnen fehlte schlicht das Detail­wissen zu den einzelnen Maschinen. Daher fiel im Jahr 2017 die Entscheidung, die Anzahl unserer Partner drastisch zu reduzieren und sich auf nur zwei führende Hersteller zu konzentrieren.“ Einer davon ist HORSCH. Robert Kukuła sieht darin nur Vorteile: „HORSCH versteht nicht nur die Bedürfnisse und Heraus­forderungen, vor denen Landwirte heute stehen, sondern hat auch ein Gespür dafür, in welche Richtung sich die Landwirt­schaft entwickelt. Dafür werden die Maschinen konstruiert.“
Agro Sznajder WKP war zunächst im Ermland und in Masuren tätig. „Veränderungen in der Händler­netz­struktur und unser Wunsch, so nah wie möglich am Kunden zu sein, führten dazu, dass wir zwei Jahre später unsere Präsenz auf die Region Großpolen und zwei Jahre darauf auf die zentral­polnischen Provinzen aus­weiteten“, erinnert sich der Geschäftsführer.

Erfolgreiches Experiment

Für Robert Kukuła war die Entscheidung, eine Nieder­lassung des Unternehmens zu gründen, die sich ausschließlich auf den Verkauf und die Wartung von Maschinen von HORSCH spezialisiert, zunächst eher ein Experiment.
Doch es zeigte sich schnell, dass trotz Spezialisierung sowohl die Verkäufer als auch die Service­techniker mehr als ausgelastet sind. Der Trend hin zu immer mehr maß­geschneiderten Maschinen für einen immer breiteren Kreis von Kunden bedeutet, dass sich ein Händler, der professionell agieren möchte, immer mehr auf eine Marke konzentrieren muss.

„Aufgrund der Strategie von HORSCH, den Landwirten immer neue Maschinen und Innova­tionen anzubieten, führen wir als Händler jedes Jahr mehrere dutzend individuelle Feld­präsenta­tionen durch. Und die Eröffnung der Nieder­lassung in Oborniki, die ausschließ­lich auf die Marke HORSCH zugeschnitten ist, im Jahr 2018 war ein wichtiger Schritt in Richtung dieser Spezialisierung.“ Aufgrund der rasanten Entwicklung wurde der Haupt­sitz der Nieder­lassung im Jahr 2020 von Oborniki nach Niepruszewo verlegt.
Wie sich in den folgenden Jahren zeigte, war das eine gute Entscheidung. Man konnte sich intensiver auf die Marke konzentrieren und so die Qualität des Produkt­angebots und des Kunden­dienstes verbessern. „Ich bin absolut überzeugt, dass das für alle positive Ergebnisse bringt“, betont Robert Kukuła.
Die Niederlassung in Niepruszewo liegt in einem der wichtigsten landwirt­schaftlichen Gebiete des Landes. Gleich­zeitig ist die Verkehrs­anbindung günstig. Zwei Faktoren, durch die die Nieder­lassung nicht nur zu einem Zentrum für die professionelle Betreuung der Landwirte geworden ist, sondern auch zu einem wichtigen Lagerort für Ersatz­teile. Dabei handelt es sich oft um solche, die z.B. aufgrund ihrer Größe nicht zum alltäglichen Geschäft gehören. „Damit unsere Kunden diese Teile schnell bekommen, haben wir zusammen mit HORSCH das entsprechende Sortiment erarbeitet. Gerade bei Maschinen, die in engen Zeitfenstern laufen, wie zum Beispiel Feld­spritzen oder Sämaschinen, ist das besonders wichtig. Die Teile sind praktisch sofort verfügbar. Dies ist auch für Kunden anderer HORSCH Handels­partner in Polen wichtig, da wir von dort das gesamte Land bedienen.“

Die richtige Entscheidung

Robert Kukuła bekräftigt: „Aufgrund unserer Erfahrungen in der Zusammen­arbeit mit HORSCH sind wir nach wie vor davon überzeugt, dass die Speziali­sierung auf einen Hersteller für uns als Händler von Maschinen inklusive der dazugehörigen Dienst­leistungen die beste Lösung ist. Das breite Produkt­programm von HORSCH passt ideal in die polnischen Groß­betriebe, aber auch für professionelle mittel­große und kleine Betriebe.“

Weil HORSCH sein Programm ständig mit neuen Produkten ergänzt, z.B. der Spritze Leeb AX oder der Maestro TX, erreicht Agro Sznajder WKP praktisch jede Gruppe ambitionierter Landwirte. Die Erweiterung des HORSCH Sortiments um sehr spezielle Maschinen, z.B. die Streifen­bearbeitungs-Sämaschine Focus oder Hybrid-Maschinen, erfordert jedoch eine intensive Schulung. „Durch die kontinuier­liche Steigerung unseres Wissens und die Verbesserung unserer Qualifikationen können wir unsere Kunden optimal beim Kauf hoch­spezialisierter Maschinen wie der Avatar unterstützen. Die Avatar ist übrigens die erste 12 m breite Sämaschine in Polen für Direkt­saat. Die Umsetzung solcher Projekte ist immer ein Highlight und motiviert uns, unser Niveau noch weiter zu steigern.“

Eigenes Wissen ständig erweitern

Die Niederlassung Niepruszewo ist mittlerweile für Agro Sznajder WKP, aber auch für HORSCH Polska zu einem zentralen Ort für die Ausbildung geworden. „Wir sind uns der Situation auf dem Arbeits­markt sowohl für Verkäufer als auch für Service­techniker bewusst. Deshalb versuchen wir als Unternehmen, optimale Arbeits­bedingungen zu schaffen, damit unseren Kunden stets ein professionelles Team zur Verfügung steht, das sie beraten und nach dem Verkauf betreuen kann“, betont der Geschäfts­führer.
Ein solch erfahrenes Team aus Service­technikern und Beratern für den Verkauf von Maschinen und Ersatz­teilen ist die Basis für die professionelle Betreuung der Landwirte. „Deshalb legen wir großen Wert auf regel­mäßige Schulungen und eine gründliche Einarbeitung in die Möglich­keiten der Maschinen und in neue Produkte. Ab dem Moment, wo eine neue Maschine auf den Markt kommt, müssen wir zu 100 % für sie bereit sein.“
Zu den Tätig­keiten von Agro Sznajder WKP gehören nicht nur die Beratung, Konfiguration und Bewertung von Maschinen, sondern auch deren Vorführung vor Ort. Deshalb werden sowohl in Eigen­regie als auch in Kooperation mit HORSCH Polska Feldevents wie die HORSCH Roadshow veranstaltet, die großen Anklang bei den Landwirten finden. Individuelle Vorführungen gehören zum Alltag und ermöglichen den Kunden, die Maschine, für die sie sich interessieren, in der Praxis zu testen. Ebenso nimmt Agro Sznajder WKP an der Messe Agrotech in Kielce und der Agroshow in Bednary teil und unterstützt dort tatkräftig bei der Organisation.

Herausforderungen und Entwicklungs­richtungen

Die moderne Landwirtschaft verändert sich ständig – sie basiert zunehmend auf präziser Planung, der Analyse von Daten und Lösungen der Landwirt­schaft 4.0. Robert Kukuła betont: „Als HORSCH Spezialist wissen wir, dass unsere Kunden nicht nur effiziente und langlebige technische Lösungen erwarten, sondern auch digitale Lösungen, die sie bei der Entscheidungs­findung auf Grundlage von Daten und Automatisierung unterstützen.“

Daher umfasst das Angebot des Unternehmens auch die Unter­stützung der Landwirte bei der Implementierung neuer Technologien wie GPS-Systemen, Maschinen­monitoring, variabler Dosier­systeme für Pflanzen­schutz­mittel oder Dünge­mittel sowie integrierter Farmm­anagement­systeme. „Wir arbeiten mit Landwirten zusammen, die ihre Betriebe als Produktions­unternehmen verstehen – sie analysieren bewusst die Kosten, investieren in Lösungen, die die Effizienz beeinflussen, und suchen nach Partnern, die sie mit Wissen und Erfahrung unterstützen und ihnen den Zugang zu modernen Werkzeugen erleichtern können“, beschreibt Robert Kukuła seine Kunden.
Die Zusammenarbeit mit dem Kunden beschränkt sich dabei nicht nur auf den Moment des Verkaufs. Für Agro Sznajder WKP ist der Kern­punkt die lang­fristige Beziehung zum Landwirt – beginnend mit einem Gespräch über die Anforderungen im einzelnen Betrieb, über die individuelle Beratung, Maschinen­konfiguration bis hin zur After-Sales-Betreuung und der gemeinsamen Erprobung neuer Lösungen im Feld. Dadurch können sie maß­geschneiderte Lösungen anbieten und gleich­zeitig den wachsenden Erwartungen an eine nachhaltige landwirt­schaftliche Produktion gerecht werden.

Mit Blick auf die Zukunft betont Robert Kukuła: „Was vor wenigen Jahren noch eine Innovation war, ist heute bereits Standard. Deshalb wollen wir diesen Wandel nicht nur mitgestalten, sondern auch voran­treiben. Die geplanten Investitionen in den Ausbau des technischen Supports, die Erweiterung des Berater­teams und die Implementierung weiterer digitaler Innovationen sollen genau diesem Ziel dienen: eine moderne Landwirt­schaft zu unterstützen, die Effizienz mit ökologischer Verantwortung verbindet.